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Nieskyer beenden Hauptrunde versöhnlich und verlustpunktfrei
07.03.16, 17:35 Uhr
Mit einer guten Leistung beendeten die Nieskyer Eishockeycracks gestern Abend die Hauptrunde der Regionalliga Ost vor fast 500 Heimzuschauern in der Eisarena Weißwasser. Mit 9:3 (4:1; 2:2; 3:0) gelang ihnen dabei gegen den ESC Berlin 07 der achtzehnte volle Erfolg in Serie. Damit blieb das Team in der Hauptrunde verlustpunktfrei. Gleich sieben Akteure konnten sich in die Torschützenliste beim ELV eintragen - den Kasten teilten sich Ivonne Schröder (erste zwei Drittel) und Robert Handrick (drittes Drittel.) Ein Kompliment auch an die Gäste vom Berliner Schlittschuhclub, die mit nur 11 Feldspielern antraten und für Ihre Verhältnisse sehr ordentlich gegenhielten. Das Ganze lief dazu in einem erfreulich fairen Rahmen ab. Der Hauptschiedsrichter musste insgesamt nur drei Strafzeiten verhängen. In einer größtenteils körperlos geführten Partie begannen die Hausherren zielstrebig und mit viel Elan. Immer wieder wurde der Puck mit Spielwitz vor das Tor der Berliner gebracht und gefährliche Situationen kreiert. In der 5. Minute umfuhr Richard Jandik mit Schwung den gegnerischen Kasten. Alle warteten auf den Pass vors Tor, doch der kam nicht. Fast schon lässig schlenzte Richie die Scheibe zur Freude der Fankulisse selbst in die Maschen. Doch die Berliner zeigten sich wenig beeindruckt. Immer wieder fuhren sie über rechts ihre schnellen Konter und Torfrau Ivi Schröder musste Kopf und Kragen riskieren. Einen solchen Spielzug schloss Philipp d´Heureuse in der 8. Minute auch zum Ausgleich ab. Der Puck wurde dabei äußerst kurios vom Rücken eines Akteurs abgefälscht. Die nächste Kuriosität dann in der 14. Minute. Robert Bartlick nahm sich die Scheibe und hielt einfach mal von der Mittellinie drauf. Berlins Keeper Max Franke zeigte sich überrascht, aber war zur Stelle. Eine Minute später jedoch war er machtlos, als Mojmir Musil mustergültig auf Sebastian Greulich ablegte und dieser mit einem satten Schlagschuss die erneute Führung besorgte. Ein nochmaliger Durchmarsch von Richard Jandik (18.) und ein Treffer von Jörg Pohling (19.) ließen die Führung bis zur ersten Pause auf 4:1 anwachsen. Im zweiten Abschnitt legten die Tornados insgesamt gesehen eine Künstlerpause nach dem harten Vortagsspiel ein. Die Aktionen waren jetzt ungenauer, oft fehlte auch das Auge für den Mitspieler und die letzte Präzision in den Angriffen. Trotzdem konnten die Heimfans zwei weitere Treffer bejubeln. Den Anfang machten aber die Hauptstädter mit einem Beinschuss von Christoph Rogosch (24.) aus verdeckter Position. Direkt im Gegenzug kam die Antwort des ELV durch Richard Rentsch (25.) Keiner seiner Gegenspieler "wollte" den freiliegenden Puck vor dem Kasten entfernen und so schob die Nr. 10 die Scheibe fast wie in Zeitlupe in die Maschen. Auch der sechste Treffer der Gastgeber war eine Augenweide. Markus Fabian (28.) war mit der Rückhand erfolgreich. Beim 6:3 der Berliner in der 33. Minute musste die Nieskyer Torfrau nach toller Parade einen scharfen Schuss nach vorn abprallen lassen und Christoph Rogosch traf im Nachsetzen. Im letzten Hauptrundendrittel setzten die Blau-Gelben dann noch einmal alles daran, das Resultat zweistellig zu machen. Doch die Gäste kämpften bis zum Abpfiff um jede Scheibe und verhinderten dieses i-Tüpfelchen. Gejubelt wurde lautstark aber trotzdem noch dreimal. Christian Rösler als Vollstrecker in Penaltymanier in der 45. Minute, erneut Sebastian Greulich mit einem heftigen Schlagschuss in Überzahl (48.) und Sekunden später Eric Girbig mit seinem vierten Saisonerfolg (49.), machten den 9:3 Erfolg perfekt. Danach war das Gästetor wie zugenagelt, obwohl der ELV die Berliner förmlich in deren Verteidigungszone einschnürte. Für fröhliches Erstaunen sorgten bis Spielende dann noch zwei weitere Szenen. In Minute 52 stand einer der Linienrichter dem Nieskyer Dauer-Powerplay im Weg und entledigte sich der schwarzen Scheibe nicht ganz regelkonform mit einem Fußtritt gegen diese in Richtung neutraler Zone. Auch die letzten knapp 30 Sekunden waren ein Kuriosum, als die Gastgeber mit aller Macht den 10. Treffer erzielen wollten. Die Scheibe wurde gefühlte 15mal quer gespielt und zum besser positionierten Mitspieler abgelegt, während die Uhr runterlief. Als die Schlusssirene erklang, folgten schmunzelnde Gesichter bei den Tornados, denn sie hatten in der Zeit keinen einzigen Schuss auf das Tor abgegeben. So kanns gehn... :-)     

Am Rande: Wir freuen uns, dass die Verletzung von Christian Rösler (ohne Fremdeinwirkung 1. Drittel) keine Folgen für unseren Topscorer hatte. Er kam bereits im 1. Durchgang nach einer Behandlung in der Kabine zurück. Weiter freut uns, dass der Berliner Spieler, der bei einem Zweikampf fast ungebremst in die Bande knallte, das Spiel später ohne größere Blessuren weiterspielen konnte.

Strafen: NY - 2 Strafminuten; ESC Berlin 07 - 4 Strafminuten            

Fotos: Laura Balzer
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So, 6. März 2016 1 2 3   Erg.
Tornado Niesky 4 2 3   9
ESC 2007 Berlin 1 2 0   3

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