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Die Jagd nach dem Puck ist wieder eröffnet
06.11.07, 17:32 Uhr
Sächsische Zeitung vom 05.11.07, Bericht Rolf Ullmann

Vor über 500 Fans und Gästen starteten die Nieskyer Tornados mit einer zünftigen Gala auf dem Eis die neue Saison. Joachim Sauer, der 1. Vorsitzende des Eislaufvereins Niesky (ELV), stellte gestern Nachmittag aufatmend fest: „Der Wettergott ist offenbar ein Nieskyer“. Denn pünktlich zur Saisoneröffnung riss der bisher so graue Novemberhimmel auf und sogar Klärchen gab ein kurzes Gastspiel über dem Nieskyer Waldeisstadion. Am Vorabend schien es während der ersten Eisdisko der neuen Saison noch so, als ob die Auftaktveranstaltung angesichts des Dauerregens buchstäblich ins Wasser fallen sollte ... Bessere Bedingungen

„Heute vermissen wir das Dach über dem Stadion nicht,“ meinte dann auch Bürgermeister Wolfgang Rückert in seinen Grußworten zur Saisoneröffnung. „Auf politischen Gebiet, wie auch hier auf dem blanken Eis ist man schnell mal ausgerutscht,“ stellte das Stadtoberhaupt auch in Hinblick auf die weitere Entwicklung des Eissportes in Niesky fest. Er bestätigte die Tatsache, dass die Stadt gemeinsam mit ihren Partnern nach einer Lösung zur Verbesserung der Bedingungen für die Spieler und Zuschauer suchte und noch immer sucht. Von Gerd Zimmermann, dem Moderator des Nachmittages, auf das Projekt des Neubaus einer Eissporthalle in See angesprochen, zeigte sich Rückert optimistisch für dessen Gelingen. Die Förderprogramme der EU in den nächsten Jahren bieten, so der Bürgermeister, einen guten Rahmen dafür. Gerd Zimmermann gewann dem jetzigen Zustand des Eisstadions noch eine positive Seite ab. Sie erinnerten ihn an seine ersten Begegnungen mit dem Eissport in Dresden. Dort stand „Zimmi“ nämlich Anfang der 60er Jahre als Neunjähriger an der Bande des Eisstadions und verfolgte das Geschehen auf dem Eis.

12 Tage reifte das Eis

Unmittelbar vor dem Anpfiff des Freundschaftsspiels der Tornados gegen die Nachwuchsspieler des ETC Crimmitschau zeigten die Akrobaten vom Chemnitzer Team e.V. ihr Können, das sie sich in den vergangenen fünf Monaten angeeignet haben, mit viel Schwung.

Kurz nach 15 Uhr wurde es dann ernst, das Schiedsrichterteam gab den Puck frei. Nun zahlte sich die mehrtägige Arbeit der drei Eismeister aus. Zwölf Tage waren nötig, damit die Eisschicht die notwendige Dicke von acht Zentimetern erreichte. „Die Bedingungen dafür waren in diesem Jahr besser als im Vorjahr“, bemerkte Friedemann Brusch, einer der drei. Sie und weitere 25 Helfer des ELV Niesky sind nun bis weit in das nächste Jahr hinein, an vielen Wochenenden aber auch wochentags im Einsatz, um für beste Bedingungen beim Training und den Spielen zu sorgen.


Mit neuem Spieler auf dem neuen Eis
Sächsische Zeitung vom 05.11.07
von Frank Thümmler

SG Tornado Niesky 6 (2, 2, 2)
ETC Crimmitschau Jun.2 (2, 0, 0)

Endlich hat die eislose Zeit in Niesky ein Ende: Gestern feierten 510 Zuschauer gemeinsam mit den Nieskyer Tornados und ihren Sponsoren eine stimmungsvolle Eröffnung des Eisstadions. Und als besondere Überraschung für die Fans wurde ein neuer Spieler präsentiert:
Torsten Schwarz, 32 Jahre, aus Weißwasser stammend, dort als ganz junger Spieler DEL-Luft geschnuppert und unter anderem auch mit Steffen Thau zusammen gespielt, später in der deutschen Oberliga Staub gewischt (unter anderem in Erfurt, Hassfurth, Dresden und Weiden) und jetzt, nach dem Ende der leitungssportlichen Laufbahn in Niesky gelandet. „Der Torsten wird uns ganz bestimmt weiterhelfen und gemeinsam mit Theo Schwabe und Marcel Leyva die erste Reihe bilden“, sagt Steffen Thau zum neuen Mann. Der war schon einmal, vor seinem Abstecher nach Weiden, in Niesky gelandet, war sich vor gut einem Jahr erkrankt (Pfeiffersches Drüsenfieber) und orientiert sich jetzt, wieder gesund, in Weißwasser beruflich neu. Gestern fügte er sich in den Kader der Tornados gleich mit einem Treffer ein. Der brachte das 4:2 in der 38. Minute und damit gegen stark aufspielende Crimmitschauer Junioren erstmals eine Zwei-Tore-Führung und damit eine kleine Vorentscheidung. Zuvor waren die Tornados im ersten Drittel zwar schon optisch überlegen und hatten auch die besseren Chancen, aber die jungen Gäste waren zweimal in Führung gegangen. Dennis Melchior glich zwar jeweils schnell wieder aus, aber die Führung gelang erst Josef Hudec Mitte des zweiten Drittels. Der erfahrene Tscheche machte mit zwei weiteren Treffern im Schlussdrittel den Sack dann auch endgültig zu. „Das war ein guter, wettkampfnaher Test für uns – gegen einen für mich überraschend guten Gegner“, sagte Tornado-Trainer Steffen Thau nach dem Spiel.

Ein Auge wird er am Wochenende sicher auch auf die Konkurrenz geworfen haben: Jonsdorf gewann gegen den Berliner SC mit 10:2, nachdem es nach zwei Dritteln noch 3:2 gestanden hatte. Die Berliner, (die bisher drei zweistellige Niederlagen auf dem Konto haben) sind damit erster Abstiegskandidat.
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