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Tornados zweimal ohne Punkte
03.02.15, 07:39 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Die ersten Vergleiche der Nieskyer mit westdeutschen Teams gehen verloren. In Niesky ist der Gegner zu stark, in Essen leistet eine Minitruppe Heldenhaftes.
Auch die Spiele zwei und drei der Nieskyer Tornados in der Meisterrunde der Oberligen West und Ost sind verloren gegangen. Die Tornados bleiben mit null Punkten am Tabellenende, haben sich aber am Wochenende viel Achtung erspielt.

Am Sonnabend war der EHC Neuwied, der zuvor zwei Auswärtsspiele in der Meisterrunde gewonnen hatte, in Niesky ein letztlich übermächtiger Gegner und gewann mit 6:3. „Die waren so stark wie unser Ligadominator Leipzig an guten Tagen“, schätzte Tornado-Trainer Jens Schwabe nach dem Spiel ein und fügte an: „Da muss bei uns schon alles klappen, damit wir eine Chance haben.“ Genau das aber war am Sonnabendabend nicht der Fall. Die Neuwieder nutzten drei Nieskyer Fehler im ersten Drittel rigoros aus. Erst griffen zwei Spieler einen Gästespieler hinter dem Tor an, vergaßen aber den freien Mann vor dem Kasten, der den Puck bekam und einnetzte (4.). Dann bekamen die Tornados den Puck nicht aus dem Drittel, ein abgefälschter Torschuss führte zum 0:2 (10.). Und dann stürzte ein Verteidiger dem Puck übermotiviert entgegen und ermöglichte so einen 2:1-Konter der Gäste, den sie eiskalt einnetzten (15.). Torfrau Ivonne Schröder hatte jeweils keine Chance. Spätestens nach dem 0:4 (23.) waren die Köpfe der Nieskyer unten. Zwar schaffte Pohling im zweiten Nachschuss bei Überzahl das 1:4, aber nach zwei weiteren Toren der Gäste war das Spiel schon vor dem Schlussdrittel entschieden. Dort sorgte dann Marcel Leyva, der erst einen Schlagschuss abfälschte und dann einen scharfen Pass ins Tor weiterleitete, für etwas Ergebniskosmetik. Eng wurde es aber nicht mehr, auch weil die Tornados in der Schlussphase mehrfach in Unterzahl gerieten.

Auf die Fahrt am Sonntagmorgen nach Essen machten sich nach kurzfristigen krankheitsbedingten Absagen statt der geplanten zwölf nur noch zehn Feldspieler, unter ihnen Juniorenspieler Marcus Fabian. Aber das kleine Häufchen der Aufrechten schlug sich bei den Moskitos mehr als achtbar. Am Ende war mehr als die knappe 3:1-Niederlage drin. Die Nieskyer haderten vor allem mit dem Schiedsrichter, dem sie gleich vier (!) große Fehlentscheidungen vorwarfen. Die Essener waren nach einem Schuss und Nachschuss gegen eine in diesem Moment unaufmerksame Nieskyer Abwehr früh in Führung gegangen. Dann die erste zweifelhafte Szene. David Vatter erhielt in der siebenten Minute eine Spieldauerstrafe. „Bei einem Zweikampf in der Ecke hatte sich ein Essener Spieler mit dem eigenen Schläger verletzt. Das hat der Schiedsrichter falsch gesehen und unseren Spieler heruntergestellt“, beschrieb Schwabe die Szene. Die Nieskyer überstanden die teilweise auch doppelte Unterzahl (und auch das gesamte Drittel) ohne weiteres Gegentor – auch dank einer überragend haltenden Torfrau Ivonne Schröder, die auch die Fans der Gastgeber zum Staunen brachte. Im Mitteldrittel schafften die Nieskyer dann den Ausgleich – und das gleich zweimal. „Musil war mit dem Puck ums Tor gelaufen und hatte ihn über den liegenden Torwart ins Netz geschlenzt. Der Puck sprang wieder raus und der Tormann begrub ihn. Der Schiedsrichter gab das Tor nicht“, wetterte Schwabe. Wenig später schaffte Pohling mit einem vom Gegner abgefälschten Schuss den Ausgleich. Der hielt nicht lange. In Überzahl erzielte Essen den Treffer zum 2:1. Das Tor zum 3:1 verschlug den Nieskyern (bis auf Jankovych) die Sprache. „Ivonne wurde der Schläger aus der Hand geschlagen, der Stürmer stand dann im Torraum und netzte ein. Der Schiedsrichter gab aber diesen Treffer“, erzählt Schwabe. Jankovych brachte das völlig auf die Palme. Er protestierte (zu) heftig. „Das darf er natürlich nicht. Schließlich ist er weder Kapitän noch Assitenzkapitän“, sagte Schwabe. Der Schiedsrichter gab ihm eine Zehn-Minutenstrafe. Als der Tscheche weiter schimpfte und immer wieder ,warum’ fragte, gab er ihm eine zweite hinterher. Die Nieskyer waren nach 32 Minuten auf acht Spieler reduziert, spielten ein System mit drei Verteidigern und fünf Stürmern, und hielten erstaunlich gut mit. „Wir hatten sogar unsere Chancen, aber da fehlte dann die Konzentration“, sagt Schwabe, der am Freitag jetzt auf Vatter und Jankovych verzichten muss.

Statistik

Tornado Niesky – EHC Neuwied3:6 (0:3, 1:3, 2:0)

Niesky: Schröder – Neumann, Greulich, Vatter, Bauer, Pohling, Bartlick, Wimmer, Kuhlee – Jandik, Brill, Jankovych, Musil, Rösler, Leyva, Noack

Tore: 0:1 Ochmann (3:51), 0:2 Myers (9:44), 0:3 Gibbons (15:19), 0:4 Tegkajew (23:06), 1:4 Pohling (28:27, Überzahl, Assist: Greulich, Leyva), 1:5 Tegkajew (Überzahl 2, 35:35), 1:6 Myers (37:47), 2:6 Leyva (46:13, Überzahl, Greulich, Pohling), 3:6 Leyva (52:58, Musil, Kuhlee), Strafen: Niesky 20 + 10 (Kuhlee), Neuwied 22, Zuschauer: 452

Moskitos Essen – Tornado Niesky3:1 (1:0, 2:1, 0:0)

Niesky: Schröder – Neumann, Greulich, Vatter, Pohling, Bartlick – Brill, Jankovych, Musil, Rösler, Fabian

Tore: 1:0 Schüpping (2:52), 1:1 Pohling (24:50, sechster Feldspieler, Assist: Jankovych), 2:1 Hein (28:08), 3:1 Alanov (32:42), Strafen: Essen 10, Niesky 13 + 20 (Vatter) + 10+10 (Jankovych)
Kommentare
#3 03.02.15, 13:18 Uhr von Bane
Sollen die etwa ohne Schiri spielen? ;-)
#2 03.02.15, 11:32 Uhr von Kufenschoner
Leider. Warum gibt's nicht ein ähnliches System wie bei Fußball WM oder dergleichen? Da kommt auch nur der beste Schiri bis ins Finale... Da müsste vorher schon mal aussortiert werden.
#1 03.02.15, 10:02 Uhr von Puckschubser
Da haben die im Westen also genau solche schwarz-weiß-gestreiften Blindfische auf dem Eis rumfliegen wie wir hier im Osten!
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