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Die Meisterrunde ist Pflicht
04.10.07, 19:26 Uhr
Sächsische Zeitung vom 04.10.07, Bericht Frank Thümmler

Der Startschuss in die neue Regionalliga-Saison fällt aus Nieskyer Sicht erst einmal leise. Gestern wurde die neue Mannschaft beim Café Becker den Fans vorgestellt, bis zum ersten offiziellen Heimspiel gegen den BSC Berlin im Nieskyer Waldstadion vergehen noch gut sechs Wochen, auch wenn das Eis "schon" Anfang November fertig sein soll. Drei Auswärtsspiele stehen bis dahin auf dem Plan - das erste am Sonnabend bei den Berliner Akademikern, bei FASS Berlin.

Nur sechs in der Vorrunde

Der relativ entspannte Saisonbeginn hängt auch damit zusammen, dass in der Nordost-Staffel der Regionalliga nur noch sechs statt der ursprünglich avisierten acht Mannschaften antreten. Bis Anfang Januar stehen also nur zehn statt der geplanten 14 Spieltage auf dem Programm - und nur ein Team kann nicht an der folgenden Meisterrunde teilnehmen.

"Zufrieden sind wir damit nicht, aber das können wir uns nicht aussuchen", sagt Trainer Steffen Thau. Im November und Dezember, wenn Eis im Nieskyer Freiluftstadion sicher ist, finden insgesamt relativ wenige Spiele statt, dafür wird es ab Januar eng, alle Heimspiele der Meisterrunde noch unterzubekommen, da in Niesky ab Anfang März schon wieder eine eisfreie Zeit droht.

Und diese Meisterrunde ist für die Nieskyer Pflicht, schon deshalb, weil für den der übrig bleibt, heute noch gar nicht klar ist ob und wie die Saison weitergeht. Angesichts der Konkurrenz sollte der fünfte Platz für die Nieskyer auch nicht das Problem sein, aber Steffen Thau warnt: "Die Berliner Preussen wollen nach eigener Aussage hoch in die Oberliga, müssen also einen entsprechend starken Kader haben. Schönheide und FASS Berlin sind ähnlich stark wie in der vergangenen Saison." Und weder die Jonsdorfer Falken noch der Berliner BSC seien auf die leichte Schulter zu nehmen.

Beide Teams haben sich verstärkt und haben einen Riesenvorteil: Sie haben Eis, auf dem sie seit schon geraumer Zeit regelmäßig trainieren können. "Leicht wird es für uns bestimmt nicht, aber es gibt gar keine Alternative: Wir müssen mit aller Macht in die Meisterrunde", sagt Thau.

Seine Mannschaft sollte dafür auch stark genug sein, schließlich spielen die wichtigsten Cracks der vergangenen Jahre auch weiterhin für die Tornados. Gegenüber der vergangenen Saison fehlen natürlich die starken Jungfüchse, die jetzt zum Kader der Profis gehören. Johann Kustow und Marcel Hirsch gehören arbeitsbedingt nicht mehr zum Team.

Der Kader ist knapp

Aber auch sonst scheint die Anzahl der Spieler (drei Torhüter, 19 Feldspieler) sehr knapp, weil wegen Verletzungen und Arbeitsverpflichtungen oftmals Spieler verhindert sein werden. "Mit drei kompletten Reihen werden wir wohl nur selten auflaufen können" bestätigt Thau, der aber auch ankündigt, die Mannschaft vor Beginn der Meisterrunde noch einmal verstärken zu wollen. Erfreulich ist, dass alle fünf tschechischen Spieler auch in dieser Saison für die Nieskyer auflaufen werden, wobei es für "Jaro" Hlavnicka und Josef Hudec - beide sind schon ein Stück über 40 - wohl eine der letzten Serien auf diesem Niveau sein wird.

Ergänzt wird die Garde der jahrelangen Stammspieler Bresagk, Schwabe, Greulich, Becher, Wahne, Michalk, Rückkehrer Melchior, durch junge Spieler aus der Region. Auch der Nieskyer Richard Jandik steht wieder im Kader. Bekanntester Neuzugang ist Marcel Leyva, der von den Lausitzer Füchsen kommt - eine echte Verstärkung also.

Allerdings ist noch nicht sicher, ob der 27-Jährige in dieser Saison überhaupt auflaufen kann. Er zog sich im Testspiel bei den Neuen Eislöwen Dresden eine Knieverletzung zu. Es besteht der Verdacht auf Kreuzbandriss. Sollte der sich bestätigen, wäre das gleichzeitig das Saison-Aus für Leyva. Auf der Torwartposition sind die Sorgen durch den Wechsel von Ronny Greb nach Niesky etwas kleiner geworden. Allerdings arbeiten Bresagk und Morawitz viel auswärts, können also kaum trainieren. "Und wenn Ronny Greb Spätschicht hat, hält am Wochenende einer aus der Kalten", sagt Steffen Thau.

Die Kraft ist da

Anlass zu Optimismus gibt es aber: Die Nieskyer haben allen Spielern angeboten, den Sommer bei Athletik-Coach Detlef Kasper durch zu trainieren. Eine ganze Reihe Spieler hat das genutzt. "Die Athletikwerte sind noch besser als in der vergangenen Saison", freut sich Thau und betont gleichzeitig, wie wichtig das für sein Team sei - gerade wenn für Einzelne die Eiszeit wegen der geringen Spieleranzahl hoch ausfällt und wenn es darum geht, Trainingsrückstand im spielerischen Bereich, beim Spielen in Unter- oder Überzahl, mit purer Kraft und Ausdauer auszugleichen. Ob das gelingt? Einen ersten Fingerzeig gibt es am Sonnabend.


Kommentar: Frank Thümmler über die neue Tornado-Saison.Alles nur ein langer Anlauf!?

Gestern haben die Tornados ihr neues Team vorgestellt, bei schönem Wetter, toller Stimmung aber ganz ohne Eis - sicherlich einmalig für eine Eishockeymannschaft der vierten Liga und höher. Die Fans müssen sich ja auch noch gedulden - vier Wochen bis zu einem Freundschaftsspiel gegen die Crimmitschauer Junioren - bis sie ihre Tornados zuhause zu sehen bekommen. Ein extrem langer Anlauf nach dem Startschuss.

Ähnlich lang ist der, bevor es in der Serie so richtig interessant wird - in der Meisterrunde. Läuft es gut, ist schon nach wenigen Spielen absehbar, dass die Tornados nicht Letzter ihrer Vorrundenstaffel werden und die Meisterrunde erreichen. Sportlich wäre das natürlich ein Erfolg - aber für die Spannung bis zum Januar wäre das natürlich nicht gut.

Nicht enden will auch der Anlauf für einen neue Eishalle. Die Bedingungen im Freiluftstadion, mit Eiszeiten von November bis März, werden schon seit Jahren bemängelt. Aber vielleicht ist ja der Absprung in Sicht? Die Pläne für die Eishalle in See sind nicht ad acta geworfen. Damit sie auch Realität werden, sind zwei Dinge unabdingbar: Die Tornados müssen in die Meisterrunde (für eine Hobbyliga gibt es keine Halle) und die Zuschauer müssen wieder strömen - als Signal an die Entscheider!

thuemmler.frank@dd-v.de

Spielplan/Eintritt/Fanbus

Spielplan-Vorrunde:

6.10. FASS Berlin - Tornado19.00

20.10. EHV Schönheide - Tornado18.00

27.10. Preussen Berlin - Tornado 19.30

17.11. Tornado - BSC Berlin 19.30

24.11. Tornado - Preussen Berlin19.30

1.12. Tornado - FASS Berlin 19.30

9.12. BSC Berlin - Tornado13.15

15.12. Tornado - EHV Schönheide19.30

22.12. Jonsdorfer Falken - Tornado17.00

28.12. Tornado - Jonsdorfer Falken 18.00



Modus: Die ersten Fünf der Sechser-Vorrunde qualifizieren sich gemeinsam mit den besten Fünf der Nordstaffel für die Meisterrunde, die ab Januar mit Hin- und Rückspiel (also 18 Spieltage) ausgetragen wird.



Eintrittspreise:

Eine Einzelkarte kostet im Nieskyer Waldstadion für Erwachsene 6 Euro (Vorverkauf im Möbelhaus Zuchold, 5 Euro). Kinder und Behinderte zahlen 4 (bzw, 3) Euro. Eine Information zu den Jahreskarten für die insgesamt 14 Heimspiele (vorausgesetzt die Tornados erreichen die Meisterrunde) erfolgt rechtzeitig in der Sächsischen Zeitung.

Fanbus:

Das Fanprojekt organisiert wieder Fanbusreisen zu den Auswärtsspielen der Tornados. Wer mitfahren möchte, muss sich verbindlich unter 03588/202512 oder 03588/207519 anmelden. Anmeldeschluss für Fahrten ist mittwochs zuvor um 16 Uhr. Abfahrtsort ist generell der Platz der Jugend in Niesky. Die Preise verstehen sich bei voller Auslastung des Busses mit 50 Personen, ab 35 Fans wird der Bus eingesetzt.

Für die erste Fahrt wird der Anmeldeschluss auf morgen, 16 Uhr verlängert.



Termine/Abfahrt/Preis pro Person:

6.10 nach Berlin, 15 Uhr, 10 Euro

20.10. nach Schönheide, 14 Uhr, 10 Euro

27.10. nach Berlin, 15.30 Uhr, 10 Euro

9.12.nach Berlin, 9 Uhr, 10 Euro

22.12. nach Jonsdorf, 14.30, 5 Euro.



Homepage:

Der Eislaufverein hat die Sommerpause genutzt, um eine neue Homepage zu erstellen. . Unter www.eislaufverein-niesky.de finden zukünftig alle Interessierten die neuesten Informationen und Angebote des ELV Niesky.
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