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Neues Ja zum Eisstadion
08.10.14, 10:32 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Die Kosten dürfen 6,25 Millionen Euro nicht übersteigen. So viel soll maximal ausgegeben werden für das Modernisieren des Eisstadions, das Dach und den Schallschutz. Weil energetische Sanierung und die zwei Plexiglaswände gegen den Lärm mehr Geld kosten als in den vergangenen Jahren kalkuliert und angenom- men, sind die Mittel für Niesky im Förderprogramm „Kleinere Städte und Gemein- den - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ um 2,6 Millionen Euro aufgestockt worden. Das Geld fließt nicht ausschließlich in
den Freizeitpark, aber größtenteils. Die Sächsische Aufbaubank hat jetzt weitere 1,4 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die unter anderem bei einer Sportlergala und bei weiteren Gesprächsrunden bei Ministerpräsident Stanislaw Tillich, beim Bun- destagsabgeordneten Michael Kretschmer und bei Landrat Bernd Lange angefragten Finanzhilfen sind zugesagt. Bleiben am Ende für die Stadt Niesky 1,634 Millionen.
So weit die Theorie. Denn weder mit den Fördermitteln, noch mit den sogenannten Drittmitteln kann die Stadt bisher fest rechnen. „Bisher liegen noch keine schriftlichen Zusagen vor“, sagt Kämmerin Beate Hoffmann. Können auch nicht, denn bei solch millionenschweren Projekten muss das gesamte Finanzierungskonzept stimmig sein. Das heißt, dass mündlich angekündigte Zuschüsse für das Eisstadion erst verbindlich werden, wenn die Stadt ihren Eigenanteil aufbringen kann.
Die Weichen stellte dazu am Montagabend der Stadtrat mit einem Beschluss über die Finanzierung der Sanierung und Überdachung des Eisstadions. 4,066 Millionen Euro kommen aus dem Fördertopf, 0,55 Millionen Euro von eigentlich unbeteiligten Dritten. „Diese Chance ist einmalig“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Holger Ludwig. Doch die Stadträte der Linken- Fraktion und der SPD-Stadtrat hatten den Antrag gestellt, das Thema Eisstadion von der Tagesordnung zu nehmen und auf eine spätere Sitzung zu vertagen. Es gäbe noch offene Fragen, beispielsweise zum Nut- zungskonzept und zu den Betriebskosten, begründete Stadtrat Andreas Konschak (Linke) den Antrag. Dass es noch Redebedarf gibt, das sei für ihn nicht nachvollziehbar, antwortete Bernd Funke (Bürgerbewegung). Seit zehn Jahren arbeite man an dem Projekt Eisstadion, und die Stadt sei noch nie so weit bei der Finanzierung ge- wesen, sagte der Stadtrat, der viele Jahre auch Präsident des Eislaufvereins Niesky war. Andreas Konschak stellte noch einmal klar, dass er kein Gegner des Projektes sei, sondern froh über die Höhe der Förder- und Drittmittel. Stadtrat Harald Prause-Kosubek begründete ebenfalls, warum er für eine Verschiebung in eine andere Stadtratssitzung sei. Bei der Vorstellung der Tornado-Mannschaft am 3. Oktober habe er mit vielen Nieskyern intensiv diskutiert. Es habe äußerst kritische Fragen gegeben, auch von Mitgliedern des Eislaufvereins. „Wir wollen das Projekt nicht verhindern, sondern auf feste Füße stellen“, so Harald Prause-Kosubek. Stadtrat Norbert Polossek (CDU) erwiderte: „Wir sollten ein Signal setzen, dass wir das Eisstadion wollen und nicht wieder in alle Richtungen diskutieren“.
Das sei ja noch kein Beschluss über einen Baustart, aber ein notwendiger, um im Projekt weiterzukommen, sagte Kämmerin Beate Hoffmann. Auch die Nutzer des Eisstadions, darunter der Eislaufverein Niesky mit seinem Eishockeyteam Tornados, werden auf der Basis der Betriebskos- tenkalkulation angemessen beteiligt. Eis- laufvereinsvorstand Jörn Dünzel und Vorstandsmitglied Joachim Sauer, die zusam- men mit Tornado-Trainer Jens Schwabe bei der Stadtratssitzung dabei waren, appel- lierten an die Stadträte, nicht noch mehr Zeit verstreichen zu lassen. Schließlich wurde abgestimmt: 12-Ja-Stimmen und vier Enthaltungen gab es .
Niesky kann sich diesen Kredit leisten. Mit der geplanten Kreditaufnahme hat die Stadt Ende 2015 eine Prokopf-Verschuldung von 793 Euro je Einwohner und bleibt damit laut Kämmerin unter dem Grenzwert von 850 Euro je Einwohner. Von Carla Mattern
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