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Trockenübung fürs Eisstadion
05.05.14, 14:25 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Neben dem Dach müssen auch zwei Wände gebaut werden. Was das zusätzlich kostet, ist noch nicht bekannt.
Beim Eislaufverein Niesky laufen die Planungen für die nächste Wettkampfsaison bereits. „Wir sind mittendrin“, sagt Joachim Sauer vom Vereinsvorstand. Ob es die letzte Saison im alten Nieskyer Eisstadion wird, das steht noch immer nicht fest. Denn das Eisstadion als Teil des Nieskyer Freizeitparks muss umgebaut werden. Die alte Eistechnik muss erneuert werden, die Erlaubnis, das bisherige Kühlmittel einzusetzen, läuft aus. Und das Eisstadion soll überdacht werden. Bereits zu Jahresbeginn hatte aber der Nieskyer Oberbürgermeister Wolfgang Rückert angekündigt, dass das Umbauen und Modernisieren in diesem Jahr zwar geplant wird, aber erst im nächsten Jahr, also später als ursprünglich angekündigt, gebaut wird. Die Verzögerung hat ihre Gründe. Da der Spielort der Nieskyer Tornados in der Nähe des Krankenhauses liegt, spielt der Lärmschutz eine wichtige Rolle. Die Stadt Niesky als Projektträger und die Firma Sport und Freizeit Niesky GmbH als Investor haben vorsichtshalber ein Lärmschutzgutachten in Auftrag gegeben. Die Erkenntnisse daraus werden sich in den Planungen wiederfinden, hatte der Oberbürgermeister angekündigt. Jetzt liegt das Gutachten vor und ist mit den Fachbehörden aus dem Landratsamt abgestimmt, sagt der Nieskyer Oberbürgermeister. Es sei signalisiert, dass es keine Genehmigungsprobleme geben dürfte, so Wolfgang Rückert. Betrachtet wurden dabei verschiedene Varianten, wie das Stadion künftig aussehen könnte. Fest steht, dass nur das Dach nicht reicht, damit Lärmschutzvorgaben erfüllt werden können. Überm Eisoval muss es ein Dach geben und zwei Wände. Die werden zum Waldbad hin und in Richtung der Funktionsgebäude errichtet. Oder besser: sollen dort errichtet werden. Denn zwei Wände machen das Projekt teurer als bisher gedacht. „Wenn wir ein Dach bauen und zwei Seiten schließen, dann ist das Projekt genehmigungsfähig, aber es kostet auch mehr Geld“, sagt Holger Ludwig, Geschäftsführer der Stadtwerke Niesky sowie der Sport und Freizeit GmbH. Dazu kommt, dass die Zahl 3,9 Millionen Euro mit großer Wahrscheinlichkeit sowieso überholt ist. „Diese Kostenschätzung erfolgte auf der Preisbasis von 2009. Jetzt schreiben wir 2014 und haben einen anderen Preisindex“, sagt Wolfgang Rückert. Obwohl also die knapp vier Millionen Euro schon ohne Wände zu knapp kalkuliert sind, steht diese Zahl im aktuellen Nieskyer Haushaltsentwurf. Am Montag will der Stadtrat darüber beschließen. Das bedeute aber nicht, dass die Stadt das Projekt aus Kostengründen absagen will. Da in diesem Jahr sowieso noch kein Baustart sein wird, sei die konkrete Zahl im Stadtetat auch noch nicht so relevant, so der OB. Das wird sie aber. Denn die Stadt muss jetzt den Fördermittelantrag vorbereiten. Das hört sich komisch an, hat doch Sachsens Innenminister Markus Ulbig persönlich bereits im Sommer 2012 eine Fördermittelzusage in Niesky überbracht. Doch in der ist für das Eisstadion nur ein Rahmen abgesteckt, erklärt der Oberbürgermeister. Ähnlich war es auch bei den Projekten Sanierung Katholische Kirche und Umbau des Hauses an der Bautzener Straße 8 in Niesky. Dass es prinzipiell Fördergeld gibt, steht fest. Wie viel genau, dafür muss extra ein Antrag für das Projekt geschrieben werden. Das geht aber nur, wenn die tatsächlichen Kosten bekannt sind. Das herauszufinden, ist Aufgabe in den nächsten Wochen, sagt Wolfgang Rückert. Die präzisierten Zahlen enthalten dann auch Kosten für die zusätzlichen Wände. Erst dann kommt sozusagen die Stunde der Wahrheit. „Die Finanzfragen müssen wir so in den Griff bekommen, dass es für die Gemeinde nicht teurer wird und für Niesky und den Verein leistbar bleibt“, sagt Michael Kretschmer. Der CDU-Bundestagsabgeordnete hat vor wenigen Tagen mit am Tisch gesessen, als es ums Eisstadion ging. Seit Dienstag stehen auf dem Eisstadion-Konto bei der Volksbank Niederschlesien 5000 Euro. 2571 Euro stammen von Nieskyer Stromkunden, die mit einem Stromcent das Projekt unterstützen. 2100 Euro überweisen die Stadtwerke, die Bank rundet mit 329 Euro auf die 5000 Euro auf.

(Von Carla Mattern)
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