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Nieskyer Tornados verspielen noch den vierten Platz
10.02.14, 10:51 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Nur ein Punkt am letzten Wochenende ist zu wenig – Schönheide zieht vorbei. Das hat bittere Folgen für die Pokalrunde. Die Nieskyer Tornados haben es nicht geschafft, ihre gute Ausgangsposition im Kampf um den vierten Tabellenplatz – „Best of the rest“ hinter den drei übermächtigen Teams aus Leipzig, Erfurt und Halle – zu nutzen. Schönheide zog mit einem Sechs-Punkte-Wochenende – einem Sieg am Freitag bei Fass Berlin und einem Heimsieg gestern gegen die bereits als Tabellenzweiter feststehenden Erfurter – noch an den Tornados vorbei. So bitter die beiden überraschenden Niederlagen der hochfavorisierten Erfurter in Schönheide (auch schon am vergangenen Wochenende) sind, ihr Saisonziel haben die Nieskyer damit verpasst – und sie haben sich das selbst zuzuschreiben. Am Sonnabend vergaben die Nieskyer Tornados die Riesenchance, im Fernduell mit Schönheide alles aus eigener Kraft klarzumachen. Dabei standen die Chancen vor dem Spiel schon allein deshalb gut, weil die Berliner mit gerade einmal zwei Reihen anreisten. Dann aber erwischten die Tornados ein ganz schwaches Drittel. Dass die Nieskyer nach dem Auswärtsspiel in Halle erst früh um 4 Uhr im Bett waren, wollte Trainer Theo Schwabe zwar nicht als Ausrede gelten lassen, aber die Nieskyer wirkten nicht spritzig, dafür aber unkonzentriert. Mit dem ersten Wechsel gingen die Berliner in Führung, als Southerland nach einem Fehlpass im Mitteldrittel an den Puck kam und vor einem Nieskyer Verteidiger abzog. Die Tornados schafften in Überzahl durch Pohling zwar schnell den Ausgleich, aber der Rest war ein einziges Fehlpassfestival. Viel besser wurde es im Mitteldrittel nicht. Die Tornados machten weiterhin viele einfache Fehler. Dann aber gelang Sebastian Greulich mit einer Einzelaktion – er schoss aufs Tor und war beim Nachschuss zur Stelle, der 2:1-Führungstreffer. Sicherheit gab das aber nicht. Trotzdem nutzte Jankovych einen Fehler der Berliner Abwehr, erkämpfte im gegnerischen Drittel den Puck und spielte auf Musil, der frei vor dem Tor schnell abzog und das 3:1 erzielte. Die Hoffnung, dass das schwache Nieskyer Spiel so einfach für drei Punkte reichen würde, zerstob schnell zu Beginn des Schlussdrittels. Das begannen die Berliner nach einer umstrittenen Strafe gegen Rädecker (wurde härter bestraft als der Berliner Stürmer, obwohl er nur den Torwart beschützen wollte) in Überzahl und nutzten das durch einen Schuss aus der Drehung an den Innenpfosten zum Anschlusstreffer. Wenig später fiel erneut in Überzahl auf ähnliche Weise der Ausgleich. Diesmal wurde ein Distanzschuss, erneut von Koslowski, von der Hose eines Spielers abgefälscht. Ein regelrechtes Anrennen der Tornados gab es danach nicht. Es gab bis zur Schlusssirene Chancen auf beiden Seiten. Die etwas Besseren hatten gar die Gäste. In der Verlängerung bot sich den Nieskyern sogar noch einmal die Gelegenheit, in Überzahl den zweiten Punkt einzufahren. Aber die Nieskyer, die mit einem Mann mehr auf dem Eis immer wieder versuchten, die Lücke zu finden, statt oft zu schießen und auf Abpraller zu lauern, ließen auch diese Chance verstreichen. Die Gäste wollten den Siegtreffer mehr und „wurschtelten“ den Puck im zweiten Nachsetzen ins Tor. Einen Tag zuvor, bei den Saalebulls in Halle, hatten die Nieskyer deutlich besser gespielt. Sie waren schon nach 50 Sekunden durch Jankovych in Führung gegangen und hatten diese Führung im ersten Drittel auch völlig verdient behauptet. Dann vergaben die Nieskyer im Mitteldrittel eine Riesenchance zum 0:2, bevor die Hallenser zwei individuelle Fehler eiskalt nutzten und das Spiel drehten. Einmal bekamen die Tornados trotz Puckbesitz die Scheibe nicht aus dem eigenen Drittel, dann beging ein Verteidiger einen krassen Stellungsfehler. Das 3:1 für Halle kurz vor der Drittelpause, erspielt in Überzahl, war dann schon der moralische Genickbruch für die Nieskyer, die im Schlussdrittel zwar alles versuchten, die Hallenser aber nicht mehr in Gefahr brachten und den vierten Gegentreffer hinnehmen mussten. Aber in Halle hatten die Nieskyer ja auch nicht unbedingt mit Punkten gerechnet. „Das ist ein bitteres und teures Wochenende für uns“, kommentierte Tornado- Trainer Jens Schwabe. Die Nieskyer hatten schon mit einer Pokalrunde gegen Jonsdorf und Berlin (der Tabellenvierte trifft auf den Sechsten und Achten) gerechnet und müssen nun nicht nur auf die finanziell attraktiven Kreisderbys verzichten, sondern haben zu den Pokalgegnern Halle und Chemnitz jetzt auch die strapaziöseren und teureren Fahrten vor sich. „Wir wollen in unserer Gruppe mindestens Zweiter werden, uns damit fürs Halbfinale qualifizieren. Und dann ist alles drin“, sagt Jens Schwabe. Die Termine werden Anfang der Woche festgelegt.

STATISTIK

Tornado Niesky – Fass Berlin 3:4 n.V. (1:1, 2:0, 0:2)
Niesky: Handrick – Neumann, Greulich, Rädecker, Pohling, Wimmer,
Kuhlee – Linke, Jandik, Bartell, Brill, Jankovych, Musil, Bauer,
Leyva, Noack
Tore: 0:1 Southerland (0:25), 1:1 Pohling (2:43, Überzahl, Assist:
Kuhlee, Wimmer), 2:1 Greulich (29:26, Noack, Bartell), 3:1 Musil
(38:08, Jankovych, Wimmer), 3:2 Koslowski (40:27, Überzahl),
3:3 Koslowski (43:31, Überzahl), 3:4 Patrzek (64:39)
Strafen: Niesky 14, Berlin 12, Zuschauer: 635

Saalebulls Halle – Tornado Niesky 4:1 (0:1, 3:0, 1:0)
Niesky: Handrick – Neumann, Greulich, Rädecker, Pohling, Wimmer,
Kuhlee – Linke, Jandik, Brill, Jankovych, Musil, Bauer, Stein,
Leyva, Noack
Tore: 0:1 Jankovych (0:50, Assist: Greulich, Wimmer), 1:1 Lupzig
(24:50), 2:1 Slanina (33:14), 3:1 Bigam (39:07, Überzahl), 4:1 Bigam
(52:44)
Strafen: Halle 12, Niesky 14, Zuschauer: 714
Kommentare
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Fr, 7. Februar 2014 1 2 3   Erg.
Saale Bulls Halle 0 3 1   4
Tornado Niesky 1 0 0   1

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