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Studie für Nieskyer Eishalle
23.08.07, 15:27 Uhr
Der Wunsch vieler Einwohner könnte in Erfüllung gehen, wenn die Stadt konsequent am Thema dran bleibt.
Sächsische Zeitung vom 23.08.07

Das „Gebietskonzept östliche Oberlausitz“ ist vom Grundgerüst her in Kamenz vom Amt für ländliche Entwicklung bestätigt worden. Jetzt kommt es für die Stadt Niesky darauf an, innerhalb des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (Ilek) zu wichten, welche ihrer eingereichten Anträge sie mit welcher Konsequenz weiterverfolgen und umsetzen möchte. Der Sport steht in der Gunst der zu ergatternden Fördermittel weit oben. Das heißt, je höher die Stadt die Priorität ihres Vorhabens ansetzt, desto höher fallen mögliche Fördermittel aus.
Das Errichten einer Eishalle im Ortsteil See käme da günstig weg. „Eine solche Chance sollten wir ganz einfach nicht ungenutzt verstreichen lassen“, sagte der Nieskyer Bürgermeister Wolfgang Rückert.

Feinarbeit beginnt im Herbst

Im Herbst solle die Feinarbeit beginnen, so der Bürgermeister weiter. Dazu gehört auch das Ansetzen einer Machbarkeitsstudie. In die muss auf jeden Fall ein kommunaler Eigenanteil an finanziellen Mitteln eingebunden sein, und es muss klar sein, wer mit im Boot sitzt. Im Falle der geplanten Eishalle in See wären das der Baubetriebshof, der Eislaufverein Niesky, die Stadtwerke Niesky. Antwort muss es auch auf die Frage geben, wer das Ganze einmal betreiben soll, und wer die anfallenden Unterhaltskosten schultert; denn kostendeckend dürfte eine solche Eishalle nie zu betreiben sein.

Einen privaten Investor zu finden, sagt Bürgermeister Wolfgang Rückert, sei so schwer nicht. Doch der will natürlich, dass sich das Projekt für ihn bezahlt macht. Auch ein kommunales Betreibermodell sei denkbar, aber für Niesky in den nächsten Jahren wegen der angespannten Haushaltsituation nicht umsetzbar. Möglich wäre, die Eishalle sozusagen als „zweites Standbein“ der Stadtwerke nach dem Freizeitpark zu betreiben. Es gäbe dann eben zwei Standorte, um die sich das städtische Unternehmen zu kümmern hätte: den Freizeitpark samt Waldbad und die Eishalle. Die steuerlichen Bedingungen, solche „Verlustunternehmen“ zu betreiben, sollen sich aber bei Gelegenheit nach dem Willen des Bundesfinanzministers verschlechtern. Vor dem Bundesfinanzgericht laufen derzeit mehrere Prozesse, die verhindern sollen, dass sogar noch die Verluste besteuert werden.

Der Standort ist bereits klar

Wenn auch vieles noch in den Sternen steht, muss es nicht nur beim Traum von der Eishalle bleiben. Fest steht zum Beispiel schon der Standort, wenn das Projekt denn einmal in Angriff genommen werden sollte: das Gelände der ehemaligen Mittelschule (Blaue Schule) in See. Hier wären sowohl Verkehrsanbindung als auch Parkplatzprobleme relativ schnell in den Griff zu bekommen. Mit im Gespräch, aber praktisch ohne Chance auf den Zuschlag, waren u.a. das Gewerbegebiet Nord, die grüne Wiese gegenüber dem Gewerbegebiet Süd und das Gelände am Waldbad. Letzteres allein wegen der schlechten Verkehrsanbindung sowie wegen des Krankenhauses in der Nähe.
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