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Tornados schießen Spitzenreiter aus dem Waldstadion
13.01.14, 13:44 Uhr (Quelle: Sächsische Zeitung)
Beim 7:3-Erfolg der Nieskyer über die Leipziger Icefighter gibt es zwei Matchwinner.
Als Tornado-Stürmer Vitezslav Jankovych gut zwei Minuten vor Spielende zum 7:3 getroffen hatte, danach auf die Knie ging und die Arme gen Himmel streckte, war nicht nur das Spiel gegen den souveränenOberliga-Spitzenreiter Icefighters Leipzig gewonnen, sondern der 41-jährige Tscheche endgültig zum Helden dieses Spieles geworden. Er steuerte drei Treffer und eine Vorlage zum Überraschungssieg der Nieskyer bei. Das Kopfschütteln von Tornado-Scharfschütze Sebastian Greulich zwischendurch, weil „Janko“ wieder einmal allein abgeschlossen hatte anstatt abzulegen,  war da längst vergessen, genauso wie die Schimpfkanonade des Verteidigers, weil „Janko“ lieber auf den nächsten Konter lauerte statt zu verteidigen. Das Spiel war viel spannender und enger, als es der Endstand ausdrückte. Und wie das letzte Tor fiel, war ein klein wenig symbolisch für die gesamte Partie. Die Leipziger versuchten alles, die Niederlage doch noch abzuwenden, und bauten unheimlich Druck auf. Ein Scharfschuss landete an der Torlatte. Von dort sprang der Puck aus dem Verteidigungsdrittel (!) der Tornados, Jankovych genau vor den Schläger. Es ergab sich eine 2:1-Situation für die Nieskyer. „Janko“ wartete und wartete und versenkte dann den Puck eiskalt. Das Spiel hatte auch mit einem Jankovych-Treffer begonnen. Ein abgefälschter Schuss von ihm landete im Leipziger Kasten (3.). Danach entwickelte sich eine Partie, in der Leipzig die technisch feinere Klinge schlug, die Nieskyer das aber mit Zweikampfstärke und Einsatzwillen mehr als wettmachten. Leipzig glich durch einen verdeckten Flatterschuss in Überzahl aus, Musil schaffte mit einem Distanzschuss (Gästeschlussmann Trautmann sah dabei schlecht aus) das 2:1. Kurz vor Schluss des ersten Drittels rannten die Nieskyer in einen Konter bei eigener Überzahl – 2:2. Zu Beginn des Mitteldrittels nutzte Jankovych eiskalt eine Schlafeinlage der Leipziger Abwehr, Marcel Leyva baute nach einem schönen Greulich-Pass die Führung aus. Aber Leipzig kam durch Vrba auf 3:4 heran und war vor der Drittelpause in Überzahl drauf und dran, wieder den Ausgleich zu schaffen. Statt 4:4 stand es aber plötzlich 5:3. Marco Noack hatte einen Befreiungsschlag aus dem eigenen Drittel losgelassen. Gästetorwart Trautmann wollte den Puck, der neben das Tor gegangen wäre, mit der Fanghand stoppen, griff aber vorbei und fälschte ihn dabei ins eigene Tor ab – ein kurioser Treffer. Die Gäste erschwerten sich das Leben durch eine Spieldauerstrafe, die Ullmann für einen übermotivierten Einsatz an der Bande erhielt. Als daraus zu Beginn des Schlussdrittels eine doppelte Nieskyer Überzahl wurde, traf Pohling aus der Distanz zum 6:3. Das war noch nicht die Entscheidung. Leipzig wollte nicht verlieren, drückte unheimlich und erspielte sich Chancen, teilweise im Zehn-Sekunden-Takt. Aber da stand die zweite Heldin des Spiels im Weg. Ivonne Schröder brachte die Gästestürmer zum Verzweifeln. Die Nieskyer Torfrau kommt langsam in Olympiaform.

Tornado Niesky – Icefighters Leipzig 7:3 (2:2, 3:1, 2:0)
Niesky: Schröder – Neumann, Greulich, Vatter, Rädecker, Pohling, Wimmer, Kuhlee, Linke, Rentsch, Jandik, Brill, Jankovych, Musil, Bauer, Leyva, Noack
Tore: Vitezslav Jankovych (2:11, Assist: Musil, Leyva), 1:1 Rau (14.44, Überzahl), 2:1 Mojmir Musil (15:32, Jankovych, Greulich) 2:2 Rau (19:20, Unterzahl), 3:2 Vitezslav Jankovych (23:00, Linke, Greulich), 4:2 Marcel Leyva (35:17, Überzahl, Greulich, Schröder), 4:3 Vrba (37:23), 5:3 Marco Noack (39:21, Unterzahl, ohne Assist), 6:3 Jörg Pohling (41:50, Überzahl 2, Leyva), 7:3 Vitezslav Jankovych (57:15, ohne Assist)
Strafen: Niesky 14 min, Leipzig 21 min + 20
Zuschauer: 638
Kommentare
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Sa, 11. Januar 2014 1 2 3   Erg.
Tornado Niesky 2 3 2   7
IceFighters Leipzig 2 1 0   3

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